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Zwangsheirat

 

Die Zwangsheirat ist eine Form der Gewalt und eine Menschenrechtsverletzung.

In Artikel 16 der allgemeinen Menschenrechte heißt es:
"Die Ehe darf nur aufgrund der vollen Willensentscheidung der zukünftigen Ehegatten geschlossen werden."

Auch die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen garantiert die freie Partnerwahl und ein selbst bestimmtes Leben für alle Menschen.
Dennoch wird, vor allem im muslimischen Kulturkreis, diese Form der Gewalt immer noch ausgeübt, auch hier in Deutschland.

Die Zwangsheirat ist ein traditioneller, nicht religiös begründeter Weg, eine Heirat zwischen zwei Menschen gegen deren Willen zu erzwingen.
Bei Widerstand gegen die Eheschließung werden Mädchen und junge Frauen von der Familie unter einen enormen psychischen Druck gesetzt.
Häufig kommt es dann zur Ausübung von Gewalt mit Schlägen, Einsperren, Vergewaltigungen und Entführungen. Es kommt auch zu Morden durch die eigenen Väter, Brüder oder andere Verwandte oder zu Selbstmorden unter den jungen Frauen.

Mit der Zwangsheirat setzen Familien ausschließlich ihre persönlichen Interessen durch z.B.:

  • um zu verhindern, dass die Tochter ein eigenes Lebenskonzept in Freiheit entwickelt
  • dass sie ihre Unschuld nicht verliert und die Familienehre gewahrt bleibt
  • dass sie sich nicht an deutschen Freundinnen orientiert
  • dass jemand aus dem Heimatdorf ein Aufenthaltsrecht bekommt

Jungen Frauen, die sich der Zwangsheirat entziehen wollen, bleibt häufig nur die Flucht aus dem Elternhaus als einziger Weg, allerdings mit fatalen Folgen für ihr weiteres Leben.
Sie verlieren ihre Familie und sind plötzlich mit allen Entscheidungen auf sich selbst gestellt. Sie suchen Halt und begeben sich in ihrer Unerfahrenheit manchmal in Situationen, die sie gefährden können.

Die Zwangsheirat ist inzwischen ein Straftatbestand in Deutschland, der mit einem Freiheitsentzug von bis zu 5 Jahren bestraft werden kann.

Hennamond: Hotline: 030/6110300

www.hennamond.de

Anlaufstellen:

Frauen helfen Frauen e.V. Düren
Frauen helfen Frauen e.V. Jülich

Folgende überregionale Institutionen helfen weiter:


agisra e.V.
Beratungs- und Informationsstelle für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen
Martinstraße 20a
50667 Köln

U-Bahn-Station: Heumarkt
Linien 1, 7, 9      Bus: 132 und 133

Tel. 02 21 - 12 40 19 / 13 90 392
Fax: 02 21 - 97 27 492
info@agisra.org
www.agisra.de

Telefonische Sprechzeiten Mo., Di. und Do., 10:00 - 15:00 Uhr
Beratung nur nach Terminabsprache!

www.papatya.org

www.frauenrechte.de

 


Anlaufstellen:

Frauen helfen Frauen e.V. Düren

Frauen helfen Frauen e.V. Jülich

agisra e.V.

www.hennamond.de

 

Kontakt siehe unten

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